Hilfe, Polizei!

Torsten Bödeker

Krisenherde der Welt in den Händen von Trump, Putin oder Erdogan. Deutschland im Zielspektrum des islamistischen Terrorismus. Sexualverbrechen vor Gericht ungesühnt. Flüchtlinge ohne Kontrolle eingereist. Berge von Überstunden bei stark geforderter Polizei. Und in sechs Wochen dann auch noch der G20-Gipfel in Hamburg. Können Sie eigentlich noch ruhig schlafen?

Mit den Sorgen der Menschen und auch vieler Polizeibediensteter hat sich die Christliche Polizeivereinigung (CPV) jüngst bei ihrem bundesweiten Treffen im Westerwald auseinandergesetzt. Einigkeit herrschte darüber, dass die Belastungen für Polizisten definitiv zugenommen haben und sie mehr denn je „Eigensicherung für die Seele“ benötigen. Und dass sie auf Unterstützung angewiesen sind.

In Psalm 127, Vers 1 findet sich eine bemerkenswerte Aussage: „Wenn der Herr nicht die Stadt bewacht, dann wachen die Wächter vergeblich.“ Neben personeller Verstärkung, guten Konzepten, modernen Einsatzmitteln und professionellem Handeln gibt es also einen weiteren und sogar viel entscheidenderen Garanten für den Erfolg. Die Glaubenshelden des Alten und Neuen Testaments wussten, dass letztlich alles von Gottes Segen abhängt. Bei Gott wussten sie sich geborgen, selbst wenn eine große feindliche Übermacht sie bedrohte. „Ich kann ruhig schlafen, auch wenn kein Mensch zu mir hält, denn du, Herr, beschützt mich.“, betete David in Psalm 4, Vers 9.

Gott hält die Fäden der Geschichte in seiner Hand. Dinge, die unmöglich erscheinen, sind ihm möglich. Vor 2000 Jahren hat er aus einem radikalen Christenverfolger einen Apostel gemacht, der im ganzen römischen Weltreich die Auferstehung Jesu verkündet hat. Vor 500 Jahren hat er durch einen Mönch die weitgehend festgefahrene christliche Welt reformiert. Vor fast 30 Jahren hat er mit dem Fall der Mauer die politische Weltkarte neu gezeichnet. „Wie man Wasser durch Kanäle in die gewünschte Richtung leitet, so lenkt Gott die Gedanken des Königs, wohin er will.“, heißt es in den Sprüchen Salomos, Kapitel 21, Vers 1.

Deshalb werden wir auch nicht müde, auf diesen Gott hinzuweisen und auf die Macht des Gebets. Paulus schrieb im seinem 1. Brief an Timotheus (Kapitel 2, Vers 2): „Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber.“

Setzen Sie den dramatischen Ereignissen um uns herum etwas entgegen: Beten Sie. Für die politischen Verantwortungsträger. Für die Polizistinnen und Polizisten. Wenn der Herr die Stadt bewacht, dann wachen die Wächter nicht umsonst.

Torsten Bödeker
Leitender Polizeidirektor
Leiter der CPV-Landesgruppe Hamburg

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