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30. März 2020

Fertinger

Gewalt gegen Polizisten: Jeden Tag zwei Angriffe auf Beamte

Polizeifahrzeuge

Laut des Polizeipräsidenten von Mittelfranken, Roman Fertinger, werden pro Tag statistisch gesehen zwei Polizeibeamte angegriffen. Foto: CPV

Nürnberg (idea) – Besorgt über die zunehmenden Angriffe auf Polizisten zeigt sich der Polizeipräsident von Mittelfranken, Roman Fertinger (Nürnberg). Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea berichtete er, dass pro Tag statistisch gesehen zwei Polizeibeamte angegriffen werden. Zumeist seien Streifenpolizisten betroffen.

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2019 für Mittelfranken ist die Gewalt gegen Polizeibeamte im Vergleich zum Vorjahr 2018 von 960 auf 974 Fälle gestiegen. Dem Bericht zufolge ist das der dritthöchste Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2010. Die Gründe für diese Entwicklung sieht Fertinger in einer niedrigen Hemmschwelle bei den zumeist alkoholisierten oder unter Drogeneinfluss stehenden Tätern sowie in einem Werteverlust in der Gesellschaft. „Staatliche Sicherheitskräfte, aber auch Feuerwehrleute und Rettungskräfte werden nicht mehr als Autorität angesehen.”

Polizeipräsident: Christlicher Glaube gibt innerliche Stärke

Für Christen im Polizeidienst sei ihr Glaube eine innerliche Stärkung, so der bekennende Protestant Fertinger. „Neben einer professionellen Schutzausrüstung wie Helme oder Westen gibt ihnen der Schutzschild des Glaubens in Gefahrensituation Ruhe und innere Sicherheit.”

Fertinger selbst liest jeden Morgen das Andachtsbuch "Die Losungen" der Herrnhuter Brüdergemeine und betet. „Ich nehme mir die Stille Zeit, die mir Kraft gibt.” Er ist Mitglied der Christlichen Polizeivereinigung (CPV). In Mittelfranken leben 1,7 Millionen Menschen, wovon mehr als 4.400 Personen im Polizeidienst tätig sind.

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