CPV Buchtipp:
Unser Ehrenkommissar schreibt erneut einen Bestseller

Ehrenkommissar Peter Hahne

Auf Anhieb auf Platz EINS in Spiegel– und Stern–Bestsellerlisten

Seid ihr noch ganz bei Trost!

Peter Hahne kennt die alte Bundesrepublik wie kaum ein Zweiter. Und er kennt die neue Berliner Republik: Profilierter Gesprächspartner der Spitzen von Politik und Gesellschaft durch Jahrzehnte, Hauptstadtkorrespondent und zuletzt Moderator einer überaus prominenten Gesprächssendung im Fernsehen, die nur seinen Namen als Label brauchte.

Hahnes jüngstes Buch zielt ins Zentrum der Gegenwart: Es nimmt Selbstzensur, Sprachperversion und damit Verdrehung von Wahrheit und Wirklichkeit pointiert in den kritischen Fokus. Dieses Buch hat eine kathartische, alle nicht angepassten Stillen im Lande ermutigend befreiende Wirkung, wie ein starker Windhauch in bleierne Zeit.

Zwei entscheidende Maximen kann man diesem Buch entnehmen. Hahne folgt ihnen konsequent und er ermutigt damit den Leser, dies künftig auch zu tun. Zuerst: „Wer Gott folgt, muss keine Angst vor fremden Wahrheitsansprüchen haben (28). Dabei kann sich Hahne, wie auch in anderen Passagen seines neuen Buches, legitim auf Dietrich Bonhoeffer berufen. Bei Bonhoeffer heißt es: „Das Evangelium ist die allen menschlichen Selbstverwirklichungsversuchen zuvorkommende Verheißung, dass der Mensch eine definitiv anerkannte, nämlich von Gott anerkannte Person ist”.

Dann: Die Glaubenskrise zieht unmittelbar die Bildungskrise nach sich. Glaubensverlust geht mit dem Verlust von Bildung und von Perspektive und Maßstab einher!

Vor diesem Hintergrund erinnert Hahne an einige Grundprobleme der gegenwärtigen Bundesrepublik, die sonst kaum benannt werden: dass in der neuen utopischen Zivilreligion und in den ostentativ präsentierten Sparzwängen Bundeswehr, Polizei und Justiz weitgehend alleine gelassen werden mit realen Verwerfungen, einem Clash of civilizations, der ebenso lange existiert, wie er verleugnet wird.

Die überbordende Politische Korrektheit, die jakobinerartige Verfolgung von Meinungen und Gedanken, die nicht die eigenen sind, all das, was man akademisch mit dem Begriff "fehlende Ambiguitätstoleranz" (Thomas Bauer) umschreibt, zerstören das Gemeinwesen.

Buchcover: Seid ihr noch getrost

Hahnes Buch endet allerdings nicht als Lamento oder als Vorwurf an eine vernunft– und maßstablos gewordene Öffentlichkeit. So berechtigt dies sein könnte! Es mündet auch nicht in einen besorgten Trauerreigen um Deutschland und Europa. So begründet er ist. Vielmehr schließt es kraftvoll und vollmächtig mit Johannes 16, 33: „Christus spricht: In der Welt habt ihr Angst. Aber seid getrost. Ich habe die Welt überwunden”. Dem schließt sich der Autor entschieden und kraftvoll an: „Ich würde verzweifeln, wüsste ich nicht: Trost heißt Gegenwart Gottes im Leid. Auch im Leiden an unserer Gegenwart. Insofern bin ich bei Trost!” Damit werden ein weiteres Mal Tiefe und Hintergrund deutlich. Der Trost, dessen wir bedürfen, weist über Pragmatismus und Urteilskraft hinaus.

Das Buch eines großartigen Journalisten und Beobachters, eines überzeugten Christen, der Evangelium und Urteilskraft zusammenbringt.

Peter Hahne, Seid ihr noch ganz bei Trost! Schluss mit Sprachpolizei und Bürokraten-Terror. Köln: Quadriga, ISBN 978–386995–096–9.128 Seiten, € 12,-

© Prof. Harald Seubert