"Grenz-wertig"

Wappen Polizeiseelsorge

…so lautete das Thema der Konferenz der Evangelischen Polizeipfarrerinnen und Polizeipfarrer in Deutschland, die vom 11. – 15.03.2019 im oberbayerischen Ainring stattfand.

Zum Empfang anlässlich der bundesweiten Konferenz hatte die EKD am 12.03.2019 zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Polizei eingeladen. Auch die Christliche Polizeivereinigung, vertreten durch den Geschäftsführer Manfred Maag, war dabei.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betonte den sehr hohen Stellenwert der Polizeiseelsorge. „Der Berufsalltag eines Polizisten ist heute anspruchsvoller denn je und von vielen Belastungen geprägt. Natürlich lassen wir unsere Polizeibeamtinnen und -beamten in Situationen körperlicher und seelischer Versehrtheit nicht alleine.”

Der Leitender Polizeidirektor Hubert Müller, Abteilungsführer der II. Bereitschaftspolizeiabteilung Eichstätt, ging in seinen beeindruckenden Ausführungen auf die Polizeiethik und die Persönlichkeitsbildung ein. Es gehe darum, dass Polizeischülerinnen und Polizeischüler Empathie, Einfühlungsvermögen und deeskalierende Kommunikation erlernen und zeigen. „Das gesprochene Wort sei die schärfste Waffe der Polizei”.

Kirchenrat Matthias Herling betonte, dass sich die Frage nach dem Sinn des Lebens im Polizeiberuf aufdrängt. Polizisten schauen permanent auf die Schattenseite des Lebens. Zu sehen, mit welcher Energie manche Menschen anderen ganz bewusst Schaden zufügen, lässt die Polizeibediensteten nicht unberührt.

Dieser besondere Tag verdeutlichte die Notwendigkeit von vertrauenswürdigen Ansprechpartnern und Begleitern für die belasteten Polizeibediensteten. Auch wir als CPV möchten mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten Kolleginnen und Kollegen in ihren häufig grenz–wertigen Dienst– und Lebenssituationen beistehen und seelsorgerlich unterstützen. Aus diesem Grunde haben wir übrigens auch Johann Rempel für Beratung und Seelsorge eingestellt.

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