Was der Mord an einer Christin zeigt

Ein Polizist über gezielte Angriffe auf Christen in Deutschland. Der Autor, Kriminalhauptkommissar Holger Clas, ist Bundesvorsitzender der Christlichen Polizeivereinigung und arbeitet beim Landeskriminalamt Hamburg. /p>Holger Clas

Aufgrund der Grausamkeit sorgte dieses Tötungsdelikt nicht nur in der oberbayerischen Gemeinde Prien für großes Entsetzen: Der auf einer Bank wartende 29-jährige ausreisepflichtige Afghane, ein Moslem, stand auf und trat von hinten mit gezücktem Messer an die zum Christentum konvertierte 38-jährige Afghanin Farimah S. heran, packte sie an den Haaren und stach 16-mal vor den Augen ihrer Kinder auf sie ein. Vergeblich versuchte ein Polizist in seiner Freizeit zusammen mit zwei Passanten, den Angreifer von der vierfachen Mutter abzudrängen. Die Zeugen sprachen von einer regelrechten Hinrichtung.

Wenn sich Muslime mit dem Täter solidarisieren

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes gab es 2017 fast 100 weitere gezielte Angriffe auf Christen. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Im Hellfeld, also dem, was der Polizei bekannt wird, stößt die deutsche Justiz teilweise an ihre Grenzen, wenn sich muslimische Zeugen und Sicherheitsdienste mit dem Täter solidarisieren. Die traurige Wahrheit ist: Es steht oft Aussage gegen Aussage, und dem Opfer bleibt häufig nur die Flucht aus dem Flüchtlingsheim. Ich habe in den letzten Jahren viele Gespräche geführt, die diese Wahrnehmung leider bestätigten.

Eine unfassbare Naivität

Zu meinem Freundeskreis gehören u. a. Menschen, die aus Ägypten, Algerien, Persien und der Türkei stammen, also aus Ländern, in denen der Islam Staatsreligion ist. Sie alle attestieren uns Deutschen eine unfassbare Naivität dem muslimischen Glauben gegenüber. Ein Blick in die Kultur islamischer Länder oder den Koran könnte uns die Meinungsbildung erleichtern. Die von 45 islamischen Ländern 1990 unterzeichnete „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ weicht von unserem Verständnis der Menschenrechte stark ab, vor allem dadurch, dass sie Rechte nur solange anerkennt, wie sie im Einklang mit dem Koran und der Scharia stehen. Der Koran ruft vielfach zu Gewalt (auch gegen Juden und Christen) und zur Tötung von „Ungläubigen“ auf. Jeder nichtmuslimische Glaube gilt im Koran als schwere Sünde. Noch schwerwiegender nennt der Koran den Abfall vom Islam: „Und wenn sie sich abwenden, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemand von ihnen zum Freund oder Helfer!“ (4,89). Darf es uns ernsthaft wundern, dass korangeprägte Menschen ihr Wertesystem bei der Einreise mitgebracht haben?

Wir dürfen nicht die Augen verschließen

Jesus Christus sagt uns voraus: „Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen“ (Johannes 15,20). Ich bin davon überzeugt, dass wir große Schuld auf uns laden, wenn wir die Augen verschließen. Als Christen sind wir gefordert, uns klar an die Seite dieser Bedrängten zu stellen. Aber auch ihren Verfolgern sollen wir mit Barmherzigkeit begegnen und für sie beten (vgl. Matthäus 5,44).

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